A Cappella bands, Mad4Music will happily do the booking for your Germany tour. Just contact me at sandra@mad4music.de.

Sonntag, 31. Juli 2011

[Serie] Freitags-Check-In #12 - vokal.total-Graz-Spezial (Teil 3: Pop)

Weil die ganze letzte Woche eine total a cappellige war, kommt dieser Check-in selbstverständlich in dieses Blog. (Das andere Blog wäre ganzichselbst.) Ich schreibe diesen Beitrag, bevor ich die Berichterstattung der Kollegen angeschaut habe. Weiterles-Links gibts am Ende des Beitrages. Eine Menge Videos kann man sich auf dem UStream-Account des Festivals ansehen. Die hier verwendeten Fotos stammen von Silke Arnold und Christina "Krichy" Johann. Auf zum dritten Teil:

Der Tag, an dem wir am wenigsten Zeit hatten, war am sonnigsten. Also setzten wir uns nach dem Frühstück des Mi, 27. Juli erstmal an den Pool. Krichy sprang auch rein, ich meinte, ich mach das morgen, wenn wir mehr Zeit haben. Denn wir wollten noch zur Pizzeria am Springbrunnen mittagessen, und um 14 Uhr startete ja schon "Pop" ("Comedy" ist dieses Jahr leider entfallen, weil es zu wenig Bands gab.) Es begannen die Ungarn Non Stop Vokal mit ihren Boygroup-Choreographien, bei denen nur der Beatboxer nicht mitmachte, weil er einen gebrochenen Arm hatte. Für mich klang es ziemlich gebrüllt, die Technik war weit aufgedreht, so richtig zusammen waren sie nicht. Sie sangen eins meiner Lieblingslieder, "Proud Mary" - das sehr schnell, mit viel Beatbox. War mal was anderes. Diesmal vergab ich vorab Tipps, und hier lag ich richtig mit meiner Bronze-Vermutung.

Latvian Voices (Lettland)
Es folgten die Latvian Voices, Sieger in Klassik und diesmal in bunt berankten Gewändern. Während in allen anderen Gruppen jeder ein eigenes Mikro hatte, sangen sie mit 4 Chormikrofonen. Das erste, lettische, Stück war sehr hoch - und sehr rein gesungen. Das nächste, "What can I do to make you love me" war reine Entspannung für die Ohren, besonders nach den Vorgängern. Danach schlief der "Lion", nicht grad die originellste Wahl, aber das Arrangement hat mir gefallen. Langsam, ruhig, etwas hawaiianisch Hula-angehaucht, verführerisch. Es folgte ihr Überraschungshit: "I still haven't found what I'm looking for" von U2. Grandios. Und den Abschluss bildete das barfuß gesungene, mit Trommeln begleitete lettische Lied mit dem "Eurovision"-Ende. Von mir hätten sie ein klares Gold gekriegt, die Jury entschied sich allerdings für Silber.

audio quattro (Österreich)
audio quattro aus der Grazer Region starteten mit "Everybody needs somebody to love", was am Anfang für den Solisten zu hoch war, aber es groovte. Es folgten "Come together", dann ein weiteres Fistelstück, "You're the inspiration". Ich kann sowas immer nicht ganz ernst nehmen. "Streets of Philadelphia" war dann sehr langweilig, und "Staying alive" eher unfreiwillig komisch. Bronze von mir und der Jury. (Es bekommt jede Band ein Diplom. Es sei denn, sie wird vergessen wie die armen Moment Singers am Abend zuvor.)

Es folgten Hartmuth und die Hitmaschine aus Berlin. Hier hab ich mir überhaupt keine Notizen gemacht, denn ich kam einfach nicht dazu. Aber ihr guckt euch eh am besten ihren Auftritt selbst an. Das kann man nicht beschreiben, und ich möchte auch keine Überraschungen vorweg nehmen. (Nur soviel: Sie haben ja keine Loopmaschine auf der Bühne. Es wurde mir so beschrieben, dass sie vorher ein Gerät programmiert hatten, wann es das Gesungene aufnehmen und loopen soll. Es ist also alles live gesungen, mit präzisem Timing.) Gold jedenfalls, und da waren Jury und ich uns einig.



Die nun folgende Rave Vocal Band aus Holland kannten wir nun schon vom Vorabend. Sie hatten wieder die hübschen Schuhe an und versuchten sich an Stücken, die ich für sie für unpassend hielt. Zum einen versuchten sie in meinen Augen, jünger zu wirken, was nicht immer vorteilhaft rüberkommt, und zum anderen waren die hohen Töne zu oft brüchig. Der Auftritt kam mir lang vor. Es gab Bronze dafür.


Quattro Pro (Österreich)
Quattro Pro, ebenfalls aus der Grazer Ecke, hatten wir bei einem vorherigen vokal.total schon gesehen. Jetzt waren wir uns zuerst nicht mal sicher, ob es noch die selbe Besetzung ist. Sie starteten mit einem selbstgeschriebenen Boygoup-Song ("Did you ever know") und hatten umgedrehte Moderationen: Englisch, übersetzt ins steirische Österreichisch. Irgendwann versuchten sie sich noch an "Crazy little thing called love", aber so richtig Schwung kam da nicht rein. Ihr Abschlusssong, "River of dreams" war das harmonischste, fand ich. Von mir hätten sie Silber bekommen, die Jury aber verlieh Bronze.

HiFive (NL) beschlossen dann den ersten Teil des Tages mit extra für Graz neu arrangierten Stücken. Ich fand "I'm yours" sehr gut und "You're time is now" treibend und gruselig. Düster. Aber sie erhielten dafür leider nur Bronze.

Hartmuth und die Hitmaschine (D)
Jetzt wurde noch der Publikumsgewinner der 1. Hälfte verkündet. Wie erwartet waren es ... Hartmuth und die Hitmaschine. Und dann hatten wir 3 Stunden Mittagspause (auch wenn es inzwischen 17 Uhr war.) Wir verbrachten sie bei Indischem Buffett, ACA-Frisby-Gucken und Auswerten der ersten, die meisten noch nicht so recht begeisternden, Hälfte. (Publikumssieger ausgenommen.) Ach, und wir lernten neue österreichische Vokabeln: Brimsen = Schafskäse. Weichsel = Kirsche.

Weiter ging es um 20 Uhr mit dem kurzen Gastauftritt der Voice Factory. (Übrigens, was ist das denn für ein krasser Pausen-End-Gong?! Wo kann man sich den als Klingelton runterladen?) Aber zurück zur Voice Factory. War zwar etwas reiferer Pop, aber gut und unterhaltsam dargebracht. ("Wir singen jetzt 'Follow me', auch wenn ich nicht weiß, was das heißt. ... Der Ivory [Parker, Beatboxer] ist nur bei uns, weil er jeden von uns im Schnitt ein paar Jahre jünger macht.")

Voice Factory feat. Ivory Parker (Österreich)
Dann traten erneut die Publikumslieblinge HudH auf. (Mit exakt dem selben Programm, ist ja alles vorprogrammiert. Gut, es gab etwas weniger nackte Haut ...) Und dann ging es weiter mit dem Wettbewerb. MayTree aus Korea, die Zweitplatzierten vom Jazz-Abend. Wieder ein geradezu perfekter Auftritt, selbst als sie technische Probleme mit einem In-ear hatten. Sie sind wahre Profis, das merkte man. Und hier gab es auch endlich mal eine Mitsinge - nicht auf koreanisch ("Mhm bop"). Sehr charmant, eine perfekte, glatte Show. 1 mit Sternchen, also Gold.

Sonic Suite (Deutschland)
Jetzt wurde es besonders spannend für mich: Our own Sonic Suite traten an! Ich erlebte zum ersten Mal Lena, und ihre Stimme ist ja wunderbar. Warm. Und gemeinsam mit Maike im 1. Stück "Weren't you the one" wirklich toll harmonisch. In der unverstärkten, variierten Stelle erhielt die Band auch prompt Szenenapplaus. Auch die weiteren Songs begeisterten das Publikum, und sogar Kim Nazarian von der Jury rockte mit. Es war tatsächlich der beste Auftritt, den ich je von ihnen gesehen habe. Nur grandiose Stücke, straffe Übergänge (besonders schön der vor "Northern Life"), und ich musste lange drauf warten, aber die weitere Trumpfkarte, Victor, kam noch im letzten Stück zum Einsatz: "My best friend's Blues" im Duett mit Vinh. Den ganzen 20 Minuten-Auftritt kann man sich hier anschauen:



muSix (Deutschland)
Weiters (wie der Österreicher zu sagen pflegt) mit muSix aus Berlin! Wieder nix notiert, aber die bleiben mir auch so im Gedächtnis. (Übrigens haben sie jetzt in meiner Statistik Maybebop überrundet: MBB 17, muSix und UBK je 18, Wise Guys 19). Sie wählten einen ganz anderen Anfang und gingen von hinten Mitte mit Aufenthalt am Jury-Tisch erst zum Ende des ersten Stückes auf die Bühne. Sie hatten komplett neue Outfits und spielten ihr neues Programm, immer noch schön "ostrockig" klingende, aber selbstkomponierte Stücke. Inklusive einer Polka in Moll. Ihr solltet euch den Auftritt angucken. Natürlich erhielten sie das verdiente Golddiplom.

The Boxettes (GB)
Und jetzt kam eine Band, auf die ich auch sehr gespannt war, denn es wurde mir schon überall von ihnen vorgeschwärmt: The Boxettes (GB). Es war ... laut. Mir viel zu laut. Zuviel technische Verstärkung und viel zu laut aufgedreht. Es war ein langer Tag mit einer Menge Eindrücken, ich war vermutlich auch nicht mehr aufnahmefähig. Mir tat der Auftritt weh, und vor lauter "Brrrrrrt"-Gebeatboxe ihrer Beatboxweltmeisterin hab ich von Gesang nichts mehr mitbekommen. Den ganzen Basecaps (die Beatboxer aus der Battle am ersten Abend) und der "Cheerleaderin" vor der Bühne hat es gefallen, sie haben Party gemacht. Es gab auch eine Party-Mitsingstelle, meiner Meinung nach war das alles "Haireology" - Ablenkung vom Gesang. Ich hatte für den Abend keine Meinung mehr von ihnen. Die Jury hat ihnen Silber verliehen, und wie ich hinterher hörte, hätten sie gute Arrangements gehabt. An dem Abend hab ich davon nichts mitbekommen. Wie gesagt, Überdosis ACA für den Tag. Beim Preisträgerkonzert gefielen sie mir deutlich besser. Ja, Preisträger, denn Publikumssieger wurden sie auch.

Der Abend ging dann auch nicht mehr lange. Nur noch MICappella aus Singapore, die vom Stil her den Boxettes ähnelten, aber um einiges leiser waren. Sie erhielten Bronze für ihren Auftritt.

Gewinner "Pop": Sonic Suite mit Indra
Die Preisvergabe der Jury weckte mich dann wieder aus meinem Stand-by-Modus. War das spannend! Eine der golddiplomierten Bands würde gewinnen, Sonic Suite waren dabei, und die Konkurrenz war heftig: Hartmuth, muSix und MayTree! Die Erklärungen der Jury zogen sich endlos hin, aber dann ... hielt Indra den 1. Preis in den Händen! Sonic Suite haben "Pop" gewonnen!! Zweite wurden HudH, dritte MayTree. Herzlichen Glückwunsch!! Und wieder zwei Siege für unser Haus-Team :)

Trotzdem wurde die Party für uns eher kurz. Wir waren geschafft und fuhren dann ziemlich bald nach Hause. Ab ins Bett. Morgen dann noch das Abschlusskonzert. Bericht dazu folgt umgehend hier.


Teilen macht Spaß:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kontakt | Buchung & Anfragen:

Mad4Music | Sandra Hylla

Güntzstraße 31, 01069 Dresden
0351/44 66 44 2 | 0177/72 96 490

Weitere bei Mad4Music buchbare A Cappella-Gruppen und -gastspiele

Beiträge teilen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...