Am Sa, 23. Juli trafen spät abends meine Schlafgäste Ira, Krichy und Silke bei mir ein. Am So, 24. Juli ging es dann auch direkt nach dem Frühstück los. Für Krichy und mich zum dritten Mal, Ira und Silke waren jetzt zum zweiten Mal mit dabei. Silke fuhr, ich navigierte. Offenbar nicht so ganz gekonnt, denn nach 2 Stunden Fahrt durch Tschechien waren wir ... wieder in Altenberg. Also das ganze nochmal von vorn. Ansonsten war die Fahrt eher nicht sonderlich abwechslungsreich, abgesehen von unserem idyllischen 1-Stunden-Picknick neben Lastern und von den Skoda Roomsters (das Auto hat es mir irgendwie angetan) in neuen ungewöhnlichen Farben: Wellensittichblau, Eierschalenbeige, Feuerwehrrot, Leberbraun und Zitronengelb.
Am Mo, 25. Juli entdeckte ich beim Frühstück vor dem Fenster einen bunten Bus in geliebtem Wolkenhimmel-und-Kuh-Design! Die Ben & Jerry's-Fair! Eistour 2011 machte ausgerechnet vor unserem doch recht abgelegenen Hotel Zwischenstopp zum Neubefüllen des Busses, bevor es in die Innenstadt ging!
Scoop Sheriff und Scone Ranger beschenkten jede von uns mit 3 Bechern Eis! Ich war happy. Aber sooo viel Eis schafften wir dann doch nicht, also genossen wir jede eins sofort, packten ein weiteres (was dann bald einem Shake ähnelte) in die Kühltasche und verschenkten das dritte an das nette Hotelpersonal. (Übrigens, die Eistour geht noch bis Mitte August, kommt in viele Städte Deutschlands - man kann auch Orte vorschlagen! - und macht am 13. August in Dresden halt!)
Beim ganzen Wettbewerb waren 22 Gruppen anwesend, von denen ich nur 4 vorher kannte. Dazu kamen die Beatboxer. Der Klassik-Ausscheid fand gleichzeitig mit der Beatbox-Battle statt, weshalb wir nur eines besuchen konnten und wir zum ersten Mal einen anderen Veranstaltungsort als den Dom im Berg sahen, den Minoritensaal auf der anderen Seite des Flusses Mur. Der Saal ist prunkvoll mit seinen Wand- und Deckengemälden, und die Akkustik ist hervorragend. Alle Gruppen traten ohne technische Verstärkung auf. Die meisten Gruppen moderierten ihre 20-Minuten-Auftritte nicht, weshalb mir gerade in "Klassik" die inhaltlichen Informationen zu den Stücken ein wenig fehlten. Auch fand ich es ungewohnt, dass hier, anders als in Leipzig, zwischen den Stücken applaudiert wurde. Moderiert wurde der Abend von Peter Sciri, dem neuen Organisator des ganzen Wettbewerbes ab 2012 (wenn ich das richtig verstanden hab). Er machte das gut, sprach irritierenderweise allerdings immer von den Chören des Abends.
| Latvian Voices (Lettland) |
Publikums- und Ward Swingle Award errangen an diesem Abend die wundervollen Mädels der Latvian Voices (Lettland). Ich hatte sie 2010 schon in Leipzig erlebt. Seitdem haben sie sich nochmal spürbar weiterentwickelt. Ihre beeindruckenden kräftigen Stimmen sorgten für ein Raunen im Publikum.
| Octavians (Deutschland) |
Nach ihnen betraten die Himmelstöchter aus Köln die Bühne. Sie hatten ebenfalls einen Ausfall und waren nur zu dritt. Ihr schottisches Liebeslied, das arabische/hebräische/englische "Schwerter zu Pflugscharen"-Stück (O-Ton) oder "Scarborough Fair" waren schön gesungen. Sie erhielten ein Silberdiplom.
| Cuesta Chamber Singers (USA) |
Für uns endete der Abend bei Burgern und Pizza und unnützem Wissen in einer Brot & Spiele-Kneipe, vor deren freundlichen Kellnern ausdrücklich gewarnt wurde.
Wie die Reise weiterging, steht dann im nächsten Teil des Berichtes. Stay tuned.
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